Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Erfahren Sie mehr in der Seite "Datenschutzinformation"

Tiroler Integrationsenquete – 2022 zum Thema "Leben in der Blase? - Impulse für eine Gesprächskultur in Zeiten zunehmender Polarisierung

Zielsetzung

Generell geht es bei der jährlich stattfindenden Integrationsenquete um die Auseinandersetzung mit Themen, die relevant für die Integration von Zugewanderten beziehungsweise für das Zusammenleben in Tirol sind. Das entsprechende Thema wird in der Regel aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und dann gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutiert. Ziel ist es, neue Erkenntnisse im jeweils eigenen Umfeld umsetzen zu können.

Heuer geht es um die Auseinandersetzung mit der Problematik, sich inhaltlich fast nur mehr "in der eigenen Blase" zu bewegen, und um Impulse für eine Gesprächskultur, die über diese Barrieren hinaus ernsthafte und konstruktive Diskussionen ermöglicht.

Zielgruppe(n)

Politik, Verwaltung, Integrationsakteurinnen und Integrationsakteure, Expertinnen und Experten aus dem jeweiligen Themenbereich, Interessierte

Beschreibung

Debatten in unserer Gesellschaft, seien es politische oder private, bewegen sich sehr oft in Extrembereichen, im Entweder – Oder. Zuletzt hat uns die Corona-Pandemie vor Augen geführt, wie schwer es ist, konstruktiv mit Menschen zu reden, deren Meinung oder Haltung sich grundsätzlich von unserer eigenen unterscheidet. Wann haben Sie zum Beispiel eine ernsthafte Impfdebatte mit Andersdenkenden geführt, die Sie nicht ratlos und frustriert zurückgelassen hat?

Was in Diskussionen oft fehlt, ist eine gemeinsame Basis, "die Mitte", die uns ein gegenseitiges Verstehen und Akzeptieren, ja sogar gute Übereinkünfte ermöglicht. Ein Bewusstsein für das Positive an Meinungsvielfalt kommt uns zunehmend abhanden. Die Unzufriedenheit mit dieser Gesprächs(Un)kultur führt dazu, dass wir solche potenziell konfliktbehafteten Gespräche vermeiden und uns lieber "in der eigenen Blase" bewegen, in der weitgehend Übereinkunft über wesentliche Werte und Lebenseinstellungen herrscht.

Was heißt das aber für das Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft, in der wir neben dem Recht auf Individualität auch eine Einigung auf wesentliche gemeinsame Werte brauchen? Was heißt das für das Funktionieren unserer Demokratie, die auf die konstruktive Auseinandersetzung von Positionen und Meinungen angewiesen ist? Was hat zu dieser Situation geführt und was braucht es, damit wir wieder miteinander ins Gespräch kommen – über Bildungs-, Haltungs-, kulturelle, politische und andere Unterschiede hinweg? Wie können wir vermeiden, bei Diskussionen in Extrempositionen zu landen beziehungsweise wie kommen wir da wieder raus? Und wie begründen wir letztlich Grenzen der Toleranz, die weitere Gespräche sinnlos erscheinen lassen?

Mit der 12. Tiroler Integrationsenquete wollen wir Impulse zu diesen Fragestellungen geben, zum Nachdenken anregen und auch den Raum zum Miteinander Reden bieten.

Weitere Informationen

Projektinformationen

Institution(en):
Land Tirol
Projektzeitraum:
ab 29.09.2022
NAP.I Handlungsfeld(er):
Wohnen und regionale Dimension der Integration, Rechtsstaat und Werte, Sport und Freizeit, Integration von Anfang an, Interkultureller Dialog, Gesundheit und Soziales, Sprache und Bildung, Arbeit und Beruf
Links:
12. Tiroler Integrationsenquete 2022, Website Land Tirol